Glaukom (Grüner Star)

Als Grünen Star bezeichnet man eine Gruppe von Augenkrankheiten, bei denen der Sehnerv geschädigt wird. Dies führt zu einer meist langsamen Verminderung des Sehens zunächst nur im peripheren Gesichtsfeld, in späten Stadien auch im zentralen scharfen Sehen. Von den Erkrankten werden die Ausfälle erst sehr spät bemerkt, wenn es schon zu erheblichen Schädigungen gekommen ist.

Sehnervenkopf (Papille) mit ungewöhnlich großer Ausbuchtung in der Mitte – ein regelmäßiger Check des Sehnervs ist daher wichtig.

Bei einem Teil der Betroffenen ist ein erhöhter Druck im Inneren des Auges für das Glaukom verantwortlich, aber jeder dritte oder vierte Patient leidet trotz normaler Augendruckwerte an einem Glaukom.

Mit einer Behandlung kann das Glaukom bei vielen Erkrankten gestoppt oder zumindest deutlich verlangsamt werden. Eine Besserung der Sehausfälle ist leider auch mit einer Operation nicht möglich.

Etwa zwei Prozent der Bevölkerung ab dem 40. Lebensjahr sind von einem Glaukom betroffen. Das Risiko einer Erkrankung steigt mit zunehmendem Lebensalter. Ab dem 40. Lebensjahr wird daher eine regelmäßige Glaukom-Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt empfohlen

 

Therapie

Zuerst ist festzulegen, ob es sich um einen behandlungsbedürftigen Befund (z.B. manifestes POWG, POWG-Verdacht oder OHT mit Risikofaktoren) oder einen vorerst nur kontrollbedürftigen Glaukomverdacht bzw. eine OHT ohne Risikofaktoren handelt. Prinzip der Therapie Prinzip der Glaukombehandlung ist die Senkung des IOD (27, 28). Deren Wirksamkeit bei hohem Niveau des Ausgangsdruckes ist unstrittig und auch für das Normaldruckglaukom (27, 30, 31) bewiesen.

 

SELEKTIVE LASERTRABEKULOPLASTIK (SLT)

*Es gibt zahlreiche Gründe, warum man ein Glaukom anders als mit Augentropfen behandelt. 

Die Lasertrabekuloplastik ist eine gebräuchliche Methode, um den Kammerwasserabfluss zu verbessern. Der Eingriff ist unter lokaler Betäubung ist für den Patienten meist schmerzfrei. Er kann direkt nach der Behandlung nach Hause gehen....

Mit einem Laser werden an der Spaltlampe über ein Kontaktglas ca. 50 bis100 Laserherde in das Trabekelwerk gesetzt. Die Drucksenkung wird durch eine Verbesserung des Kammerwasserabflusses erreicht, da die Lasernarben die Kontraktilität im Trabekelwerk herabsetzen. Die Laserbehandlung führt in den meisten Fällen zu einer unmittelbaren

Drucksenkung, leider sind diese Erfolge häufig nicht so dauerhaft, dass auf eine medikamentöse Therapie langfristig ganz verzichtet werden kann.

Eine im Juli 2014 veröffentlichte Studie zeigte, dass mit einer einzigen SLT-Behandlung bei Patienten mit Normaldruckglaukom der durchschnittliche Augendruck um 20% und die Zahl der applizierten Augentropfen um 27% gesenkt werden konnten.

    LASERIRIDOTOMIE

*Die Laseriridotomie ist eine Methode, mit der ausschließlich Druckdifferenzen zwischen der vorderen und hinteren Augenkammer ausgeglichen werden können (z.B. beim akuten Winkelblockglaukom oder beim Pigmentglaukom). Die Druckdifferenz wird beseitigt, indem mit einem Laser ein kleines Loch in die Regenbogenhaut gestanzt wird.

Die Kosten für die o.g Laserbehandlungen werden von den Krankenkassen übernommen.

 

Quelle: *Glaukom.de, Augeninfo.de

Normales Gesichtsfeld

Früh Stadium

Spät Stadium